| Titel |
AG: Kanal K - Radiosender |
| URL |
http://www.kanalk.ch |
| Bewertung |
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| Datum |
23-12-2009 |
| ETC |
Besucher : 412, Kommentar : 0 |
AG: Kanal K - Radiosender
Radio Kanal K ist ein Gemeinschafts- bzw. HörerInnenradio. Oder anders ausgedrückt, das Programm wird von ehrenamtlichen Radiomachenden – eben HörerInnen – gestaltet. Jeweils abends sind Leute am Mikrofon, die dies nicht gegen Bezahlung, sondern aus Spass an der Sache und manchmal auch etwas aus Berufung tun. Kanal K hat sich als Komplementär-Radio die Aufgabe gegeben, jenseits des sonst üblichen Einheitsbreis jungen, älteren, ausländischen, inländischen, weiblichen, männlichen, linken, etwas weniger linken, feministischen und sonstigen RadiomacherInnen Raum für ihre speziellen Themen und Ansichten zu geben. Der Sender ist eine Plattform für Minderheiten jeglicher Couleur. Entsprechend vielfältig und kulturell breit gefächert sind die von rund 250 RadiomacherInnen gefertigten Sendungen, welche in den Mittelland-Äther gelangen.
Einzigartig in unserem Land – manche meinen sogar europaweit – ist auch das Nonstop Musikprogramm K-Tracks, in dem fast alles ausser Charts und Superhits gespielt wird. Auch das ist ein Beitrag an die kulturelle Vielfalt. Mit dieser ist es nämlich in der Radiowelt so eine Sache. Denn fast alle Stationen klingen heutzutage praktisch identisch und wären nicht die Station-IDs, dann würde man gar nicht merken, welches Radio man sich antut. HörerInnenradios wie Kanal K aber können es sich leisten anders zu klingen, weil sie frei sind und praktisch keinen kommerziellen Zwängen gehorchen müssen.
Kanal K ist ausserdem auch ein Ausbildungs-Radio. Das ganze Jahr hindurch veranstaltet der Sender Kurse und bietet Praktika-Plätze an. Und nicht vergessen werden darf das Einsatzprogramm stage-on-air, welches Erwerbslosen die Möglichkeit gibt, sich im Radiobereich weiter zu bilden. Schon einige, die ihre ersten Radio-Schritte bei Kanal K machten, schafften später den Übertritt in die grosse weite Medienwelt.
Damit bei Kanal K alles so bleibt wie es ist oder gar noch besser wird, braucht es Mitglieder, egal ob aktiv Radiomachende oder passiv Lauschende. Denn einerseits finanziert sich der Sender teilweise aus Mitglieder-Geldern und anderserseits, ebenso wichtig, signalisieren HörerInnen durch ihre Mitgliedschaft, dass ihnen eine Alternative zu den gängigen marktschlüpfrigen Medien am Herzen liegt. Wer sich dazu bekennt, bei Kanal K Mitglied zu werden, fördert damit direkt die kulturelle Vielfalt und verhilft der Äthergemeinschaft zu einer auffälligen Stimme in der sonst eher tristen Radiolandschaft.
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